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Der Dannenröder Wald!

Der Dannenröder Wald (auch liebevoll „Danni“ genannt), ist ein gesunder und alter Mischwald inmitten eines Natur- und Trinkwasserschutzgebietes im Norden Hessens. Ab dem 1. Oktober 2020 muss mit Rodungen in den Waldstücken “Herrenwald” bei Stadtallendorf, dem “Gerichtswald” bei Dannenrod und dem “Maulbacher Wald” bei Maulbach gerechnet werden.

Zwischen Stadtallendorf und Homberg (Ohm) – mitten durch den Danni und den anliegenden Herrenwald – soll der letzte Abschnitt der Autobahn A49 ausgebaut werden. Dafür sollen rund 100 Hektar gesunder Mischwald zerstört werden — darunter viele Jahrhunderte alte Eichen und Buchen. Das stellt nicht nur einen massiven Eingriff in die Natur dar, sondern gefährdet ebenfalls die Trinkwasserversorgung von über 500.000 Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Bildet euch eure eigene Meinung: https://camp.wald-statt-asphalt.net/de/

 

Hier auch die Pressemitteilung des NABU Hessen, dessen Meinung und Forderung wir ebenfalls vertreten:

„Baurecht heißt nicht Baupflicht

NABU Hessen fordert sofortigen Baustopp der Autobahn A49

Wetzlar – Der NABU Hessen fordert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, den Weiterbau der A49 und die dafür geplante Rodung des Dannenröder Waldes und des Herrenwaldes zu stoppen. „Wir brauchen ein Umdenken in der Verkehrspolitik. In Zeiten des Klimawandels passt es nicht mehr, weitere Autobahnen zu bauen und dafür zusammenhängende Waldgebiete zu opfern“, erklärt Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Vordringliche Aufgabe der Landesregierung sei es, sich öffentlich gegen den Weiterbau der A49 auszusprechen und bei der Bundesregierung einen Baustopp zu erwirken. In der Klimakrise müsse es darum gehen, Wälder als Kohlenstoffsenken zu schützen und die Erderwärmung nicht weiter anzuheizen. „Der Autobahnbau lässt sich mit zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses nicht mehr rechtfertigen“, so Eppler. Mit dieser Begründung war die Trassenführung der A 49 durch das europäische Schutzgebiet „Herrenwald“ genehmigt worden. Deshalb müsse der Weiterbau noch einmal auf den Prüfstand.

Zum öffentlichen Interesse in Zeiten des Klimawandels gehöre es, weniger klimaschädliches CO2 auszustoßen, die Trinkwasserschutzgebiete im Dannenröder und Herrenwald nachhaltig zu sichern, die weitere Flächenversiegelung zu stoppen und Wälder geschlossen zu halten. „Die Verkehrspolitik der Zukunft muss stärker auf den öffentlichen Nah- und Fernverkehr ausgerichtet werden“, erläutert Eppler. Ob Hessen wirklich bereit sei, eine Verkehrswende einzuläuten, erweise sich nur im konkreten Fall.“

Text: Der NABU Hessen