Freizeitberichte

NAJUtopia 2020 – Mafia – Bericht

Vom 7. – 11.10.2020 tauchten 22 Jugendliche in unsere nun schon vierte Rollenspielfreizeit „NAJUtopia“ ein und widmeten sich dabei dieses Jahr mit viel Action und Spaß dem Thema „Mafia“. Drei Tage lang verwandelten sich die Teilnehmenden in Mafiosi – sie gingen auf den ein oder anderen krummen Deal ein und entkamen manchmal mehr oder weniger erfolgreich der örtlichen Polizeiwache.

Die Geschichte die wir dieses Jahr erzählten, begann mit einem mysteriösen Giftmüllunfall, der die Teilnehmenden und Teamenden in der Notunterkunft der Stadt Wettenberg zusammentrieben. Es wurde gemunkelt, dass die Mafia ihre Finger im Spiel hat und damit droht, weitere Katastrophen in naher Zukunft geschehen zu lassen. So unterlagen unsere Spieler der dringenden Aufgabe, die Mafia aufzuhalten, ihr Oberhaupt zu entlarven und zu überführen um der kriminelle Organisation ein für alle Mal ein Ende zu bereiten. Der erste Rollenspieltag begann mit dem Auftauchen eines mysteriösen Informanten, der auf die Hilfe der Teilnehmenden angewiesen war. Um die Mafia aufzuhalten, mussten sie selbst Teil dieser werden und das Vertrauen des Don gewinnen. Aufgeteilt in vier „Familien“ brachen die Jugendlichen auf um die verschiedenen Mafiosi von ihrer Vertrauenswürdigkeit zu überzeugen. Dabei durchstriffen sie das Gebiet rund um die Notunterkunft, trafen auf verschiedene Charaktere, wie den Inhaber des lokalen Nagelstudios der unter dem Tresen noch die ein oder andere Tätigkeit zu erledigen schien, tauschten Informationen aus, handelten um ihr Vermögen auszubauen und erledigten Aufgaben, die sie ihre Loyalität zur Mafia beweisen ließen. Nachdem die erste Hürde überwunden wurde, folgte am Abend ein erneutes Treffen mit dem mysteriösen Informanten, um erste gewonnene Erkenntnisse zu überliefern. Zur späten Abendstunde folgte eine wichtige Einladung: Der Don war überzeugt von der Loyalität der Familien und war bereit sich zu enttarnen – es stellte sich heraus, dass der Don in Wahrheit eine „Sie“ war. Der wichtigste Schritt war getan und so fielen alle Teilnehmenden am Abend müde ins Bett um fit für die neuen Aufgaben zu sein, die ihnen gestellt werden würden.

Der zweite Tag begann mit einer dringenden Bitte der Don. Einer ihrer engsten Vertrauten war urplötzlich verschwunden und so bat sie die Familien um Hilfe um herauszufinden, was passiert war. So wanderten Jugendlichen nun durch das Gebiet und befragten die einzelnen Charaktere nach dem Umständen des Verschwindens, in der Hoffnung, im Ansehen der Don zu steigen. Die Erkenntnis des Tages war schließlich: Der enge Vertraute hat seinen Tod aus Angst vor der Don vorgetäuscht und ist mithilfe des mysteriösen Informanten untergetaucht. Auch wenn diese Information dem Oberhaupt der Mafia nicht gefiel, stieg das Vertrauen in die Familien stark an und zur Belohnung organisierte sie einen Casino Abend um ihnen für die Aufklärung zu danken.

Der dritte und letzte Rollenspieltag begann mit einer schlechten Nachricht für die Teilnehmenden. Da die Don nun über das doppelte Spiel des mysteriösen Informanten Bescheid wusste, drohte sie ihm mit baldiger Rache. Es war also nötig, schnell zu handeln und die Don möglichst schnell hinter Gitter zu bringen. Den Tag über sammelten die Familien Beweise um die kriminellen Machenschaften der Mafiosi der Polizei beweisen zu können. Als die Don vom Verrat der Familien erfuhr, setzte sie ihren Plan schnell in die Tat um: Gemeinsam mit ihren Handlangern versteckte sie Giftmüllfässer im Wald, die in einer Stunde drohten hochzugehen, wenn sie nicht rechtzeitig entschärft werden. So lieferten sich die Familien einen erbitterten Kampf mit den Mafiosi. Gerade noch rechtzeitig gelang es der Polizei die Don festzunehmen, sodass auch das letzte Fass kurz vor dem Hochgehen sicher entschärft werden konnte. Das Rollenspiel endete mit einem Gerichtsprozess für die drei Hauptdrahtzieher, die zu hohen Haftstrafen verurteilt wurden.

 

Auch wenn die Freizeit unter Corona-Regelungen eine große Herausforderung war, kommen wir durch das viele positive Feedback von Teilnehmenden und Teamenden zum Schluss, dass die Freizeit ein voller Erfolg war. Wir denken gerne zurück an eine verregnete Woche im Oktober die wir mit viel Spaß und Action in Wettenberg verbringen durften. Im kommenden Jahr wird NAJUtopia in einer etwas zusammengestauchten Version stattfinden, die in unsere Herbstfreizeit eingebaut wird. Auch wenn das Konzept etwas anders sein mag, freuen wir uns jetzt schon darauf!