Streifzug durch die Natur im Januar (NAJU Steinbach)

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Streifzug durch die Natur

Der Titel der Veranstaltung „ Streifzug durch die Natur“ war weit gefasst und das war auch gut so, denn unsere Möglichkeiten waren durch äußere Umstände deutlich eingeschränkt.

Wegen einer Treibjagd war das Gebiet um das Vereinsheim in der Busecker Lück für uns nicht zugänglich. Zudem trieb Sturmtief „Egon“ sein Unwesen, weshalb das Wetteramt vor dem Betreten der Wälder allgemein warnte. Dadurch kam auch die andere Option, das Aufsuchen des „Petri-Stein“ im Licher Wald, als Ziel nicht in Frage.

Daher besuchten wir das Naturschutzgebiet „Hoher Stein“.

Auf dem Weg dahin fiel uns ein hoher Brummton auf, der unter der Hochspannungsleitung zu hören war. Mit Hilfe des Internet konnten wir später dem Phänomen auf den Grund gehen: Wassertropfen, die an den Leitungsdrähten hingen, schwangen mit einer Frequenz von 100 Hz und erzeugten so besagtes Geräusch.

Auf der Wiese vor dem „Heiligenwald“ entdeckten die scharfen Augen von Maja 8 Wildschweine, die uns im Schweinsgalopp zunächst begleiteten, dann überholten und schließlich im Wald verschwanden. Das war natürlich das Ereignis des Tages.

Am Hohen Stein angekommen, besprachen wir kurz die Entstehung und Bedeutung dieses Naturschutzgebietes.

Auf dem Heimweg konnten wir verschiedene Tierfährten aufspüren und zuordnen. Bei den Kaninchenspuren gab es anfangs verschiedene Meinungen über die Laufrichtung, aber nach kurzer Debatte und „Hoppel-Demonstrationen“ konnte das Problem gelöst werden.

Die letzte Herausforderung auf unserer Wanderung war die Bestimmung der Art eines Baumes am Klosterweg. Robin erkannte ganz richtig die Eberesche, auch Vogelbeere genannt.

Als negative Randerscheinung muss das fast vollständige Fehlen von Vögeln vermerkt werden, ein Trend, den die diesjährige landesweite Zählung der Wintervögel bereits angedeutet hat.

Dies ist, nicht zuletzt auch für uns Menschen, eine bedenkliche, wenn nicht alarmierende Entwicklung.

  • Luise Klee