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Unterwegs für Schmetterlinge

Seit Wochen gehen Jugendliche des NABU Nonnenroth mit dem Dipl. Biologen Ernst Brockmann auf Schmetterlingssuche. Ihre Daten fließen in ein Forschungsprojekt zur Artenvielfalt ein. Die jungen Naturschützenden wollen Schmetterlinge zählen, um in erster Linie einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Im Dienst der Wissenschaft spazieren sie dann einmal wöchentlich durch ihr Zählgebiet und notieren, welche Falter ihnen begegnen. Dabei sind sie nicht auf der Suche nach Exoten, sondern es geht einfach um den Nachweis der verschiedenen heimischen Arten, erklärt der Biologe.

Das Gebiet

Ihr Zählareal ist in zehn Abschnitte unterteilt. Sie führen an Gärten, Streuobstwiesen und einem Waldstück vorbei. Jedes Teilstück ist etwa 50 Meter lang, wofür die Jugendlichen insgesamt eine Stunde brauchen. In diesem Gebiet konnte die Gruppe im Laufe von sechs Wochen immerhin 13 verschiedene Tagfalterarten bestimmen.
Bei der ersten Begehung, Anfang April, war die Überraschung groß als gleich sieben Große Füchse erkannt werden konnten. Jahrzehnte lang wurde diese Art, lt. Brockmann, im Kreis Gießen nur noch selten gesehen. Auf dem ersten Blick ähnelt er dem Kleinen Fuchs, der heute leider nur noch spärlich zu beobachten ist.

Außerdem entdeckten die Naturforschenden an einer Knoblauchrauke direkt am Waldweg ein winziges orangerotes Ei des Aurorafalters. Eine Woche später wurde die gleiche Wirtspflanze wieder kontrolliert und man entdeckte mit Erstaunen die geschlüpfte Raupe. Lt. Brockmann geht die Schmetterlingssaison von Mitte April bis Mitte September. Das Projekt „Tagfaltermonitoring“ des Leipziger Helmholtz-Institutes ist auf freiwillige Helfer angewiesen. Wer mitmachen möchte, muss kein Experte sein.
Info und Kontakt: www.Tagfalter-Monitoring.de