„Fledermausfreundliches Haus“ ausgezeichnet

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Dkl_TeichEs ist inzwischen schon Tradition, dass die Naturschutz-Jugendgruppe des NABU Steinbach die Auszeichnungen zum „Fledermausfreundlichen Haus“ vornimmt.

Das „Fledermausfreundliche Haus“ ist eine gemeinsame Aktion des NABU Hessen, des Landes Hessen und der Stiftung Hessischer Naturschutz.

Fledermäuse gehören zu einer sehr alten Säugetiergruppe. Bereits vor ca. 50 Millionen Jahren gab es Fledermäuse auf der Welt. Sie können 10 bis 12 Jahre alt werden, die größeren Arten werden bis zu 30 Jahre alt.

Geeignete Quartiere für Fledermäuse werden in Hessen immer knapper. Mit dem Anbringen von Fledermauskästen am Haus kann man den faszinierenden Kobolden der Nacht helfen. Fledermäuse benötigen im Jahresverlauf viele verschiedene Quartiere. von der „Wochenstube“ zur Jungenaufzucht über wechselnde Schlaf- und Fraßplätze sowie Balzquartiere zur Fortpflanzung bis hin zur frostsicheren Winterzuflucht für einen geruhsamen Winterschlaf. Einige Fledermausarten haben sich an den Menschen gewöhnt und suchen nach Unterkünften an unseren Häusern. Da sie nicht in der Lage sind, selbst Behausungen zu bauen, nutzen sie unterschiedliche Hohlräume, Risse und Spalten an Gebäuden oder auch Dachböden als zeitweilige Wohnung. Die Bausubstanz wird von ihnen nicht beschädigt.

Ausgezeichnet wurde diesmal die Familie Dzengel in der Röntgenstraße in Steinbach. Ihr Haus haben, zunächst ziemlich unbemerkt, so ca. 30 bis 50 Fledermäuse bezogen.

Die über 30 Teilnehmer große Gruppe zog im Rahmen einer Abendveranstaltung, vom Treffpunkt Grundschule aus, durch den Ort in die Röntgenstraße. Dort nahm die Vorsitzende des NABU Steinbach, Luise Klee, zusammen mit den NAJUs die Auszeichnung vor und bedankte sich bei der Familie Dzengel für ihr Engagement im Fledermausschutz. Zur Auszeichnung gehören eine

share.2X jpgUrkunde, eine Plakette zur Befestigung am Haus und ein informatives Buch über Fledermäuse.

Das Angebot der Familie Dzengel, den Fledermauseinflugspalt am Anbau ihres Hauses vom Küchenfenster im ersten Stock aus zu betrachten, nahmen viele Teilnehmer gerne an und die angebotenen „Energieriegel“ ebenfalls.

Im Anschluss beschäftigte sich die Gruppe mit weiteren Tieren der Nacht. Dazu ging es zunächst auf das Streuobstgelände der Evang. Kirchengemeinde Steinbach zur Besichtigung einer Steinkauz-Röhre, die Rolf Engel vom NABU Steinbach vorstellte.

Die Kirchengemeinde hat das Obst auf ihrem Grundstück zum Abernten für Interessierte freigegeben. Hocherfreut wurde dieses Angebot genutzt, es wurden reichlich Äpfel gefuttert.

Die nächste Station waren die „Annateiche“, wo man ausgerüstet mit einem Detektor und einer mit rotem Papier bedeckten Taschenlampe Fledermäuse beobachten und hören konnte.

  • Luise Klee, NAJU Steinbach