AllgemeinNAJU-Gruppen

Experimentierfreude bei der NAJU Linden

Stichsäge, Schleim, Stickstoff und Spucke!

Ein Gruppenleiter bringt eine Kiste zum Treffen mit. Rotkohl? Tomaten? Klar, es gibt Salat zum Frühstück  – oder vielleicht sogar Döner!  Aber was befindet sich in der komischen Styroporbox? Warum sind da noch so viele kleine Becher und Röhrchen? Und wer bitte soll den Strauß Rosen bekommen?!  Das alles sollten die Kids von der NAJU Linden im Laufe des Januar-Treffens erfahren.

Da unser Vereinsraum an der Grube Fernie zu klein für die große Anzahl an Kindern war, verlegten wir einen Teil der Aktionen nach draußen – gar kein Problem für unsere Outdoor-erprobten Kids! Drinnen bemalten einige Kinder das Holzpuzzle, welches wir beim letzten Treffen ausgesägt hatten. Andere waren draußen und bearbeiteten das nächste Puzzle mit Schmetterlings-Motiv mit einer Stichsäge. Ein großer Tisch auf der Wiese diente als Versuchslabor für eine Reihe von Experimenten. Hier konnten die Kinder ausprobieren,  wie sich die Farbe des Rotkohls verändert, wenn man z.B. Zitronensaft hineingibt. Außerdem konnten wir beobachten, was entsteht, wenn man etwas Wasser und Spülmittel in einen Topf mit Trockeneis gibt:  Seifenblasen, die wie von Zauberhand aus dem Topf wachsen, über den Tisch krabbeln und aus denen „Qualm“ herauskommt, wenn sie platzen. Wir haben auch ausprobiert, wie man aus Alginat, einer Salzlösung und Johannisbeersaft prima roten Glibberschleim herstellen kann – schön eklig! Danach haben wir endlich herausgefunden, was es mit den Rosen auf sich hat: Wenn man diese in flüssigen Stickstoff taucht, frieren sie durch das in ihnen enthaltene Wasser blitzschnell ein. Wenn man die eingefrorenen Rosen dann auf die Tischkante schlägt, zerspringen die Blütenblätter in tausend kleine Teile – ein Highlight des Vormittags!

Zum Schluss haben wir noch herausgefunden, was die Tomate mit unserer Spucke zu tun hat – wir haben mit Hilfe von Salz, Spülmittel und Alkohol zunächst das Erbgut einer Tomate isoliert. Man kann die Tomaten-DNA mit bloßem Auge sehr gut erkennen. Schwieriger wurde es mit unserer eigenen DNA – ein Freiwilliger, Julius, musste eine ganze Weile Salzwasser im Mund hin und her bewegen und dann wieder ausspucken – nicht so einfach, wenn alle anderen lachen und man sich selbst so konzentrieren muss! Schließlich hat es aber doch geklappt und auch Julius‘ DNA konnte in einem Röhrchen betrachtet werden. Zum Schluss haben wir uns alle drinnen aufgewärmt und uns gemeinsam angesehen, wie schön die Drinnen-Gruppe das Puzzle bemalt hat. Eine gelungene erste Veranstaltung für die NAJU Linden in 2018 – wir freuen uns schon auf viele weitere spannende Treffen!

  • Franziska Ospald