Unsere erste Herbstfreizeit – Stefanie Fester und Verena Hassel (25 Jahre 25 Geschichten)

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Stefanie und Verena erzählen von der Herbstfreizeit in Ober Ramstadt im Jahr 2004.

Konnte ja keiner ahnen, dass diese Freizeit so legendär werden würde.

Die Herbstfreizeit ist neben der offiziell ausgeschriebenen Freizeit für die Teilnehmer auch eine Veranstaltung für die Teamer, da es eher selten ist, dass ein so großes Team über einen so langen Zeitraum gemeinsam Zeit verbringen kann. Natürlich wurde auch für die legendäre Herbstfreizeit 2004 jede Kraft mobilisiert, die es gab und die Teamer kamen aus allen Winkeln Hessens, um gemeinsam Spaß zu haben. So machten sich auch zwei mutige Teamer aus Frankenberg auf den Weg ins idyllischeOber-Ramstadt.

Irrungen und Wirrungen. Wo liegt Ober-Ramstadt?

Da jedoch zu diesem Zeitpunkt kein NAJU‘ler über Navigationsgeräte oder Smarthphones verfügte wurde die Route kurzerhand über den PC im heimischen Kinderzimmer ermittelt und ausgedruckt. Doof nur, dass es zwei Ober-Ramstadt gibt, das eine in Hessen und das andere in Bayern. Unseren beiden Helden fiel irgendwann das Schild „Auf Wiedersehn in Hessen“ auf, womit klargestellt wurde, welches Ober-Ramstadt diese beiden anfuhren. Doch nicht genug damit, dass sie sich schon gehörig auf dem falschen Weg befanden, stellte einer der beiden Helden noch unterwegs fest, dass er seinen Schlafsack vergessen hatte. Nicht nur der andere Held war am Lachen, doch er war der einzige, dem das Lachen nach kurzer Zeit verging, als er selber feststellen musste, dass er seinen eigenen auch nicht dabei hatte. Aber keine Sorge, auch diese beiden kamen irgendwann wohlbehalten im richtigen Ober-Ramstadt an und bekamen hübsche graue, kratzige NAJU-Decken für die Nacht.

Die Herbstfreizeit wird gerne von den Teamern benutzt, um viel im Team gemeinsam zu machen. Da tagsüber natürlich das Hauptaugenmerk auf den Teilnehmern liegt, verlagerte sich daher alles in die Nacht. So war diese Freizeit davon geprägt die Nächte zum Tag zu machen. Es wurde zum Beispiel in einer großen Gruppe „GAMES“ gespielt und keine Möglichkeit außer Acht gelassen dem anderen mitzuteilen, dass man das Ziel erreicht hat und dieser doch bitte GAMES ruft. Das ging so weit, dass irgendwann alle Füße unterm Tisch verknotet waren. Doch nicht nur GAMES wurde nachts gespielt sondern auch viel Unsinn wurde gemacht. Zum Beispiel wurde nachts Federball gespielt. Das ist nicht nur was für Eulen oder Katzen, die nachts besonders gut sehen, nein auch NAJU Teamer beherrschen dieses Spiel nachts in Perfektion. Eine weitere Aktion für die Teamer-Nacht war Luftballons aufpusten. Klinkt leicht denkt ihr? War es aber nicht… denn  zwischen dem Mund und dem Luftballon befand sich ein 10 m langer Gartenschlauch, den es mit gehöriger Blaskraft zu überwinden galt.

Die Nächte wurden jedoch auch genutzt um Pläne zu schmieden.

So kam es, dass ein paar namenlose Teamer zusammenstanden und überlegten, ob man in dieser Nacht noch in einen Club im nahgelegenen Frankfurt fahren könne. Bis auf eine Teamerin waren alle über 18, so dass es, so die Gedanken der Teamer, ja kein Problem sei. Und die eine würde man einfach mitnehmen. Wie es so ist auf Freizeiten schienen auch auf dieser Herbstfreizeit die Wände Ohren zu haben, so dass Mechthild und Berthold davon hörten und sich überlegten die Meute aufhalten zu müssen. Plötzlich stand Mechthild bei der kleinen planenden Gruppe und teilte mit: „Alle unter 18 gehen jetzt schlafen, weil die über 18 morgen Auto fahren müssen.“ Ja, die Verwirrung war groß und die Lösung der beiden wohl eher unüberlegt. Aber mit Erfolg gekrönt, gefahren ist in dieser Nacht keiner mehr.

… und wieder nur Flausen im Kopf

Am nächsten Tag stand das Felsenmeer auf dem Programm. Ein Bus war gemietet, jedoch aufgrund der Masse an Teamern nicht genügend Platz für alle, so dass private Autos mit Teamern gefüllt wurden. Was im Bus keiner ahnte, bereits bei so Kleinigkeiten wie Autofahren können auch Teamer Unsinn im Kopf haben. Anfangs wurde brav hinter dem Bus hergefahren, jedoch wurde dies auf Dauer zu langweilig und zu langsam. Der Weg zum Felsenmeer war kurvig und den Autofahrern bekannt, so dass schon relativ schnell zwei Autos an dem Bus vorbeizogen, um sich auf dem Weg hoch zum Parkplatz ein waghalsiges Rennen zu liefern. Es ist nichts passiert, sehen wir das mal als Gewinn der beiden Fahrer. Wobei wahrscheinlich am Ende des Tages alle Insassen der Autos sich gewünscht hätten, dass am Fuße des Berges beide Fahrzeuge eine Autopanne gehabt hätten.

Die Organisatoren der Herbstfreizeit hatten für das Felsenmeer eine Elfenwanderung geplant. Ich glaube jeder der die NAJU kennt, weiß was nun folgte und der Bericht sollte hier nun besser enden. Wobei der Stand mit der „Heißen Wurst“ im Anschluss an die Wanderung doch nicht unerwähnt bleiben sollte.

DANKE!

Rückblickend bleibt festzuhalten, dass die NAJU-Freizeiten Grundlage für viele schöne, verrückte, ungeplante und spontane Aktionen stehen, in der man nicht nur Erinnerungen sein ganz Leben lang behält, sondern auch Freundschaften fürs Leben knüpft. Liebe NAJU, zu deinem 25. Geburtstag wünschen wir dir alles Gute, wir sind dankbar, dass wir dich ein Stück auf deinem Weg begleiten durften und hoffen, dass die NAJU noch lange so wertvolle Arbeit leistet und die Gesellschaft bereichert. DANKE!

 

 

Über die Autorinnen

Verena Hassel und Stefanie Fester waren lange Zeit bei der NAJU Hessen aktiv. Natürlich haben sie Schabernack mit anderen Teamer*innen getrieben, aber dabei nicht ihre Hauptaufgabe aus den Augen gelassen: sich um die Kinder und Jugendlichen zu kümmern.

25 Jahre 25 Geschichten

Seit der Gründung der NAJU Hessen haben viele Personen die NAJU geprägt. In den letzten 25 Jahren entstanden unendliche viele Erinnerungen, traurige und lustige Szenarien. Im Zuge des Jubiläums stellen wir 25 Geschichten aus den letzten 25 Jahren vor.

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