Wie verläuft der „Hammelsgraben“? Wir wollen es erkunden!

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Der Hammelsgraben, so stellten die NAJUs bei ihrer IMG_8482SchlangeErkundungsveranstaltung fest, läuft nicht nur durch das Hammelsfeld sondern auch durch den Fernewald und sogar ein Stück durch den Gießener Stadtwald.

Die Teilnehmer begannen ihre Erkundungstour am Ende des Hammelsgraben in der Gemarkung Steinbach nahe der Fa. Rinn. Dort verschwindet das Wasser in einem Rohr unter die Erde. Von dieser Stelle aus ging der Weg vorbei an Obstbäumen, aber auch Wildpflanzen. Bei Weiden und Erlen interessierten die Kätzchen und Pollen.

Durch schnurgerade verlegte Betonschalen wird der Graben durch die Ländereien in der Gemarkung Steinbach, und danach unter dem Weg hindurch in den Wald geführt. Von da an sucht sich das Grabenwasser seine eigenen Wege.

Alle Teilnehmer waren mit Gummistiefeln oder festem Schuhwerk ausgestattet und konnten so durch das teilweise recht unwegsame Gelände dem Lauf des Hammelsgraben folgen; was allerdings großen Spaß machte. Immer wieder mussten große Schritte, Sprünge gemacht werden, um den vor sich hin mäandernden Wassergraben zu überqueren.

An der Wegkreuzung „Ameisenkopf – Habichtwald – Taubenschlag“ teilt sich der Hammelsgraben und fließt in zwei Richtungen. Die Gruppe folgte dem Abzweig durch den „Kesselschlag“ in Richtung Anneröder Feld und anschließend in den Bereich „Wiesgrund“, an der Straße von Steinbach nach Annerod gelegen. Drainagerohre, die für die Entwässerung der Felder sorgen, werden hier zusammengeführt und bilden so den Anfang dieses Abschnitts vom Hammelsgraben.

Unterwegs gefundene Federn stammten wahrscheinlich von einem Raben, der von einem Greifvogel geschlagen worden war. Jede Menge wunderbarer Fundstücke wie Stöcke oder Äste, teilweise mit Gängen unter der Rinde, wurden gefunden.

Auf dem Rückweg über den Rad- und Fußweg, vorbei an dem seit langem verschlossenen Brunnen konnte ein Rotmilan beobachtet werden, der am Himmel kreiste. Alle waren sich einig, es war eine interessante Wanderung, die viel Spaß machte und viele neue Eindrücke vermittelte.

Die Abzweigung des Hammelsgraben, die in Richtung „Kuhtränke“ verläuft, soll, so der Wunsch der NAJUs, demnächst ebenfalls erkundet werden.

  • Luise Klee

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